Deutsche Telekom: Projekt One Delivery

19.12.2024
Unsere Verhandlungskommission

16. Dezember 2024

Auftakt der Gespräche zwischen ver.di und Arbeitgeber zu One Delivery:
Konkrete Antworten auf wichtige Fragestellung der Beschäftigten müssen erarbeitet werden

Information zur Begleitung der Umorganisationsmaßnahme OneDelivery – Bildung einer Delivery- Einheit im Geschäftskundenbereich der Telekom Deutschland

Am 18.11. haben die Arbeitgeber alle Beschäftigten der DT Service, der DT Geschäftskunden und der DT ISP über die geplante Organisationsmaßnahme „One Delivery“ informiert. Unter dem Titel „One Delivery“ sei geplant, so hieß es, die Bereiche Service GrK (DT S), SBU (DT GK) und die DT ISP zusammenzulegen und damit eine neue Delivery-Organisation zu schaffen. Mit der neuen Organisation würde eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit angestrebt. Aber zugleich sei auch eine Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit, durch z.B. Verschlankung der Prozesslandschaft und Reduzierung von Abstimmungsschleifen, beabsichtigt.

So wurde das Projekt „One Delivery“ im November arbeitgeberseitig in die Betriebsöffentlichkeit gebracht. Parallel dazu wurde ver.di vom Arbeitgeberverband
als zuständige Tarifvertragspartei angeschrieben mit der Aufforderung, in Gespräche einzusteigen, da vorhandene ver.di Tarifverträge von dieser geplanten
Maßnahme berührt seien. Die ver.di Tarifkommission hat die entstandene Situation bewertet und entschieden, eine Verhandlungskommission einzusetzen, um mit einem klaren Mandat in diese Gespräche gehen zu können:

Bereichen zusammen und integriert sowohl wichtige ver.di-Mitbestimmungsträger*innen als auch Tarifexpert*innen und übergreifende Mandate, wie z.B. die der Jugend: Um die Sichtweisenb des Arbeitgebers zu klären, haben ver.di und der Arbeitgeberverband einen ersten
Termin vereinbart.

Dieser hat am 16.12.2024 stattgefunden. Daraus ergibt sich:
• Die grobe Struktur der geplanten Umorganisation wurde arbeitgeberseitig skizziert,
• Die Arbeitgeber haben bereits erste Ideen entwickelt, ABER
• was die Maßnahme konkret für Arbeitsplätze, Konditionen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten heißt, ist noch viel zu undeutlich!

DESHALB GILT: Die konkreten Antworten auf die wichtigsten Fragestellungen der Beschäftigten müssen schnell unter Einbeziehung der Beschäftigten erarbeitet werden. ver.di hat dazu mit dem Arbeitgeber bereits für Januar 2025 weitere Gespräche vereinbart!

Veränderung nicht zu Lasten der Beschäftigten
ver.di erkennt an, dass es in den betroffenen Bereichen Verbesserungsbedarf gibt. Insbesondere in der vorhandenen IT- und Prozesslandschaft braucht es diese dringend, um z. B. unnötiges copy & paste und belastende Doppelarbeiten abzuschaffen.

Auch klare Verantwortungsstrukturen sind sicher hilfreich. Aber eine daraus ggf. abzuleitende organisatorische Zusammenführung der drei Bereiche darf nicht mit Bedrohungslagen für die einbezogenen Kolleginnen und Kollegen verbunden sein.

Dazu gehört, dass heute bestehende Arbeits- und Tarifbedingungen nicht verschlechtert werden. Dazu gehört, dass in der neuen Organisation auch Perspektiven für Nachwuchskräfte und individuelle Entwicklungen geschaffen werden. Dazu gehört, dass die heute vorhandenen Standorte der Kolleginnen und Kollegen nicht in Fragegestellt werden.

Dazu gehört, dass die für die Beschäftigten in Aussicht gestellten Verbesserungen auch wirklich erlebbar werden - und nicht nur Kosteneinsparungen im Fokus stehen. Und dazu gehört auch, dass eine gute und effektive BR-Struktur während das gesamten Prozessverlaufs und auch in der Zielstruktur gewährleistet
ist. Mitbestimmungsfreie Räume müssen ausgeschlossen werden.

Gestaltungskraft stärken und ausbauen
ver.di ist im Konzern die Gestaltungskraft der Beschäftigteninteressen. Im Kontext des anstehenden Zusammenwachsens der DT Technik und der DT Außendienst hat ver.di wichtige Weichenstellungen für die dortige Gesamtmaßnahme #besserzusammen vereinbart. Das war aber nur möglich, weil wir dort als ver.di in den Betrieben und Unternehmen stark verankert und mit den vielen Mitgliedern ein starkes Gegengewicht in die Verhandlungen einbringen konnten.

Jetzt gilt es, ein ähnlich starkes Gegengewicht auch zur Maßnahme „One Delivery“, in den betroffenen Einheiten zu organisieren. Lasst uns gemeinsam aktiv werden und uns so in die Diskussion, um die Ausgestaltung von One Delivery, einmischen.

Die ver.di-Vertrauensleute, Tarifbotschafter* innen, wie auch die ver.di- Mitglieder in den Betriebsräten und Aufsichtsräten werden dazu den Austausch
mit den ver.di-Mitgliedern in den Betrieben suchen und ihre Haltung und Positionen in die Begleitung der Organisationsmaßnahme einfließen lassen.

Jetzt stehen die Feiertage und der Jahreswechsel vor der Tür. Lasst uns diese Zeit nutzen, um Kraft zu tanken. Direkt zu Jahresbeginn 2025 werden wir sie brauchen, um dann, gemeinsam die Veränderungen im Konzern aktiv zu begleiten!

 

 

19.11.2024

Telekom kündigt Projekt OneDelivery an - Was bedeutet das für unsere Kolleginnen und Kollegen?


Information der Arbeitgeber zur nächsten Umorganisationsmaßnahme – Bildung einer Delivery Einheit im Geschäftskundenbereich

"OneDelivery" hat weitreichende Veränderungen für T-Business
Bereits seit einiger Zeit war über den Flurfunk zu vernehmen, dass sich innerhalb der T-Business-Einheiten eine Veränderung abzeichnet. Am heutigen Montag haben die Arbeitgeber nun alle Beschäftigten aus der DT Service, der DT Geschäftskunden und der DT ISP über die nächste geplante große Organisationsmaßnahme im Telekom-Konzern informiert.

Unter dem Titel „OneDelivery“ sei geplant, die Bereiche Service GrK (DT S), SBU (DT GK) und die DT ISP zusammenzulegen und damit eine neue Delivery-Organisation zu schaffen. Ebenso soll die ITENOS in die Überlegungen einbezogen werden. Nach Einschätzung von ver.di dürften ca. 8.000 Kolleginnen und Kollegen von dieser Maßnahme betroffen sein.

Mit der neuen Organisation strebt die Arbeitgeberseite in erster Linie eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit an. Damit soll zugleich eine  Verbesserungder Mitarbeiterzufriedenheit durch Verschlankung der Prozesslandschaft und Reduzierung von Abstimmungsschleifen einhergehen. Und selbstverständlich soll durch den effizienteren Ressourceneinsatz auch die Kostensituation verbessert werden.

Doch was heißt das für Arbeitsplätze, Konditionen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten konkret?

ver.di meldet Diskussionsbedarf an
Die ver.di-Vertreter*innen in den Gremien der Betriebsräte und Aufsichtsräte wurden kurz vor der offiziellen Arbeitgeberinformation ebenso über die Planungen informiert. In einer ersten Analyse der arbeitgeberseitigen Planungen steht für ver.di fest, dass diese organisatorische Veränderung eine Vielzahl ungeklärter Fragen für die Beschäftigten und ihre Beschäftigungsperspektiven aufwirft.

Was bedeuten also die arbeitgeberseitigen Planungen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen?

Ist mit der Reduzierung von Ressourceneinsatz gemeint, dass hier der nächste große Personalabbau vorbereitet wird?
 
Ist mit der „Verbesserung der Kostensituation“ ein Angriff auf die vorhandenen Arbeits- und Tarifbedingungen verbunden?
 
In welcher Legaleinheit (GmbH) sollen die Beschäftigten zusammengeführt werden? Oder wird eine ganz neue gegründet?
 
Werden durch den „Abbau von Doppelstrukturen“ Kolleginnen und Kollegen ihren Job verlieren?
 
Sind mit dieser Maßnahme Aktivitäten zur Verlagerung von Arbeit (Near- oder Offshore) verbunden?

ver.di wurde parallel auch vom Arbeitgeberverband als Tarifvertragspartei angeschrieben, da vorhandene Tarifverträge von dieser geplanten Maßnahme berührt seien. ver.di wird sich diesem stellen. Vor konkreten Verhandlungen gilt es allerdings erstmal die offenen Fragestellungen der Beschäftigten zu sammeln und zu diskutieren. 

Veränderung nicht zu Lasten der Beschäftigten
ver.di erkennt an, dass es in den betroffenen Bereichen Verbesserungsbedarf gibt. Insbesondere in der vorhandenen IT- und Prozesslandschaft braucht es diese dringend, um z. B. unnötiges copy & paste und belastende Doppelarbeiten abzuschaffen. Auch klare Verantwortungsstrukturen sind sicher hilfreich. Aber eine daraus ggf. abzuleitende organisatorische Zusammenführung der drei Bereiche darf nicht mit Bedrohungslagen für die einbezogenen Kolleginnen und Kollegen verbunden sein.

Dazu gehört, dass heute bestehende Arbeits- und Tarifbedingungen nicht verschlechtert werden.

Dazu gehört, dass in der neuen Organisation auch Perspektiven für Nachwuchskräfte und individuelle Entwicklungen geschaffen werden.

Dazu gehört, dass die heute vorhandenen Standorte der Kolleginnen und Kollegen nicht in Frage gestellt werden.

Dazu gehört, dass die für die Mitarbeitenden in Aussicht gestellten Verbesserungen auch wirklich erlebbar werden und nicht nur Kosteneinsparungen im Fokus stehen.

Und dazu gehört, dass eine gute und effektive Betriebsrats-Struktur während das gesamten Prozessverlaufs und auch in der Zielstruktur gewährleistet ist. Mitbestimmungsfreie Räume müssen ausgeschlossen werden
 
Gestaltungskraft stärken und ausbauen
ver.di ist im Konzern die Gestaltungskraft der Beschäftigteninteressen. Im Kontext des anstehenden Zusammenwachsens der DT Technik und der DT Außendienst hat ver.di wichtige Weichenstellungen für die dortige Gesamtmaßnahme #besserzusammen vereinbart. Das war nur möglich, weil wir dort als ver.di in den Betrieben und Unternehmen stark verankert und mit den vielen Mitgliedern ein starkes Gegengewicht in die Verhandlungen einbringen konnten.

Jetzt gilt es, ein ähnlich starkes Gegengewicht auch zur Maßnahme One Delivery, in den betroffenen Einheiten zu organisieren.

Lasst uns gemeinsam aktiv werden und uns so in die Diskussion um die Ausgestaltung von OneDelivery einmischen.

Die ver.di-Vertrauensleute, Tarifbotschafter* innen wie auch die ver.di-Mitglieder in den Betriebsräten und Aufsichtsräten werden dazu den Austausch mit den ver.di-Mitgliedern in den Betrieben suchen und ihre Haltung und Positionen in die Begleitung der Organisationsmaßnahme einfließen lassen.